Projekte

Vier Projekte wollen wir Ihnen vorstellen, die für die Bereiche unserer Arbeit stehen. Wir versuchen dabei, unseren kirchlichen Auftrag mit der Notwendigkeit zu verbinden, Finanzen für die Pfarrbesoldung zu erwirtschaften: Beim Evangelisch-Lutherischen FriedWald am Schwanberg haben wir erstmals eine evangelische Form der Baumbestattung geschaffen. Beim Renaturierungsprojekt am Hesselberg wollen wir unseren Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung umsetzen, beim Seniorenwohnen in Konradsreuth stellen wir über das Erbbaurecht Pfründegrundstücke zur Verfügung und bei unserem Wohnheim in Ingolstadt geben wir Einkommensschwachen und Senioren die Möglichkeit, im Zentrum der Stadt zu wohnen. Letztlich fügen wir uns damit in das Konzept der Nachhaltigkeit ein, dass unsere Landeskirche für ihr Handeln als Leitlinie vorgegeben hat.


Evangelisch-Lutherischer FriedWald am Schwanberg

Auf dem Schwanberg (Gemeinde Rödelsee, Landkreis Kitzingen) hat der
Pfründestiftungsverband im Auftrag des Landeskirchenrats die Trägerschaft des
„Evangelisch-Lutherischen FriedWalds am Schwanberg” übernommen. Dabei
verwirklichen wir eine Verbindung des Konzepts der FriedWald GmbH, der
Möglichkeit einer naturnahen Bestattung von Urnen, mit dem kirchlichen Anspruch, Menschen von der Suche nach einer Bestattungsmöglichkeit über den Trauerprozess bis zur Bestattung selbst zu begleiten. Die Schwestern der Communität Casteller Ring auf dem Schwanberg werden Sie bei der Auswahl eines Einzelbaums oder eines Gemeinschaftsbaums (mit je bis zu 10 möglichen Urnenbeisetzungen) beraten, den Trauerprozess in einer Kapelle der St. Michaelskirche bzw. dem Versammlungsplatz im Wald begleiten und die Beisetzung würdevoll durch zu führen. Der ausgewählte Baum wird mit einer Namensplakette und - wenn gewünscht - mit einem christlichen Symbol versehen. Waldführungstermine und weitere Informationen können Sie bei uns oder unter  www.friedwald.de erfahren.

 


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"FriedWald-Bestattungen - Herausforderung für eine evangelische Kasualie?!"
von Heike Vierling-Ihrig

Seit 2001 sind in Deutschland Naturbestattungen als Alternative zur Friedhofsbestattung zulässig. Das hat die Sepulkralkultur deutlich erweitert. Heike Vierling-Ihrig nimmt das wachsende Phänomen „FriedWald-Bestattungen“ unter die Lupe und fragt nach den Herausforderungen, Grenzen, Chancen und Möglichkeiten für eine im FriedWald gefeierte evangelische Kasualie. (Gesamten Text als PDF herunterladen)

 

Weitere Infos erhalten Sie ausserdem unter  www.deutsches-pfarrerblatt.de
und  www.pfarrverband.de/pfarrerblatt.


Jesus-Bruderschaft Gnadenthal

Der Pfründestiftungsverband wurde in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts ein starker Partner der Jesus-Bruderschaft in Gnadenthal. Die Jesus-Bruderschaft wurde 1961 gegründet - evangelisch geprägt und ökumenisch ausgerichtet. 1969 wurde das Zentrum der Gemeinschaft in das ehemalige Zisterzienser-Kloster Gnadenthal im Raum Bad Camberg verlegt. Die Jesus-Bruderschaft sieht ihren Auftrag in der Einheit von Gottes- und Nächstenliebe; Gestalt soll diese Einheit durch die "evangelischen Räte" von Gütergemeinschaft (Schlichtheit), im zölibatären Leben (Reinheit) und im Gehorsam (Demut) im Wechsel von Gebet, Arbeit und Gespräch. Ziel ist es also, Christen zum gemeinsamen Leben zu sammeln, Familien-, Haus- und Dorfgemeinschaften zu gründen und im Teilen von Gütern und spirituellen Gaben zu leben. Neben dem Hof Gnadenthal ist das Tagungszentrum "Haus der Stille" und der Präsenz-Verlag. 1994 und 2001 wurden vom Pfründestiftungsverband insgesamt 58 Hektar des Hofes Gnadenthal erworben (und der Jesus-Bruderschaft zurückverpachtet); so hatte die Jesus-Bruderschaft die Liquidität, um die Gebäude des Hofes zu sanieren und ihre "Dependence" in Volkenroda (Sachsen) entsprechend aufzubauen. Durch ein Darlehen ist der Pfründestiftungsverband aufs Engste mit dem Verein verbunden. Dies kommt dadurch zum Ausdruck, dass der Geschäftsführer des Pfründestiftungsverbandes seit November 2007 im neu gebildeten Aufsichtsrat der Jesus-Bruderschaft e.V. mitarbeitet. Es ist unser Anliegen, dass diese evangelische Kommunität floriert - geistlich und wirtschaftlich.

 

Fotos: Ralf Baumgarten, Köln (c) Präsenz Kunst & Buch, Gnadenthal

 

Mehr Infos:  www.jesus-bruderschaft.de

 

 

 

 

Seniorenhaus in Konradsreuth

Konradsreuth

Im 3000 Einwohner zählenden Konradsreuth (Landkreis Hof) hat die Diakonie
Hochfranken (Hof) ein Modell entwickelt, das von Hausgemeinschaften ausgeht.
Jede der vier Hausgemeinschaften ist eigenständig organisiert und verfügt über ein eigenes ebenerdiges Gebäude, das sich mit den anderen Häusern zu einem
überschaubaren Karree verbindet. Der geschützte Innenhof wird zum Treffpunkt für BewohnerInnen und BesucherInnen. Der Bauplatz liegt in der Ortsmitte, wodurch die Integration der BewohnerInnen in den Ort ermöglicht wird. 40 Senioren können so ihr Leben in ihrer Heimatgemeinde fortführen; das Konzept der „Kleinheime“ gilt als zukunftsweisend. Die Anlage ist als Niedrigenergiehaus konzipiert: Die wärmedämmende Holzständerbauweise, die natürlichen Baustoffe, die Dachbegrünung und das geplante Bioheizkraftwerk sind ein Beitrag zur Reduzierung der CO2-Ausstöße.


Was ist der Beitrag des Pfründestiftungsverbandes?

Um das Seniorenhaus in Konradsreuth zu ermöglichen, hat der Pfründestiftungsverband rund 11.000 m² erworben und den Betreiber so von den Erwerbskosten befreit. Über den gewünschten Erbbauvertrag sind wir langfristige Partner des Projektes.


Storchenbiotop in Gerolfingen

Dieses Nahrungsbiotop für Weißstörche bei Gerolfingen am Hesselberg ist aus einer Absturzstelle eines Tornado-Kampfflugzeuges entstanden, welches am 19. Januar 1993 in eine Pfründewiese stürzte. Die Stelle liegt an einem Altarm der Wörnitz und eignete sich deshalb hervorragend zur Biotopvernetzung. Gemeinsam mit der Wehrbereichsverwaltung, der Gemeinde Gerolfingen, dem Umweltschutzfonds „Mittleres Altmühl- und mittleres Wörnitztal e.V.“ gelang es uns, die 2,2 Hektar große Grundstücksteilfläche zu einem Weißstorchbiotop zu gestalten. Der aktive Beitrag zum Naturschutz und zur Erhaltung bzw. Erholung der Artenvielfalt ergibt sich für uns aus unserer kirchlichen Verkündigung zur Bewahrung der Schöpfung. Immer wieder stellt der Pfründestiftungsverband Flächen als Ausgleichs- und Renaturierungsflächen zur Verfügung, um Renaturierungen und die Erlebbarkeit unserer Natur zu ermöglichen.


Wohnanlage in Ingolstadt

Der Pfründestiftungsverband hat als eine Anlageform des Vermögens
Wohnanlagen bauen lassen. Diese Häuser sollen nicht nur einen Ertrag für die Pfarrbesoldung erwirtschaften und eine inflationssichere Wertanlage darstellen, sondern auch, wenn möglich, eine zukunftsweisende Konzeption sein. In der Ingolstädter Altstadt wurde 1978 vom Evangelischen Siedlungswerk (ESW) für den Pfründestiftungsverband auf dem Gelände des ehemaligen Bürgerlichen Brauhauses im Rahmen der Altstadtsanierung eine Wohnanlage errichtet: 16 Zwei-Zimmer- Wohnungen sind vor allem für ältere Menschen geeignet sowie 10 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen für sozial Schwache, da wir als Partner des Sozialen Wohnungsbaus auftreten. Durch die Altstadtlage ist es den BewohnerInnen möglich, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzunehmen die Nähe der Donau ist ein zusätzlicher Anreiz. Zusammen mit dem ESW, das für uns alle Häuser verwaltet, versuchen wir, den wirtschaftlichen Stiftungszweck mit den sozialen Zielen unserer Kirche zu verbinden.


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